Frankfurter Unternehmen in der Corona-Pandemie wirkungsvoll unterstützen

Geschäftsführer Oliver Schwebel zu den Angeboten der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH
Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH
Oliver Schwebel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Frankfurt GmbH
Seit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 betreibt die Wirtschaftsförderung Frankfurt ein ständiges Monitoring, um alle Neuigkeiten und wichtigen Informationen für Unternehmen so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen. Dadurch konnte die Wirtschaftsförderung innerhalb kürzester Zeit zielgerichtete, individuelle Beratungen für die lokal ansässigen Unternehmen vornehmen und/oder an die richtigen Stellen für die aufkommenden Anliegen verweisen. Diese Möglichkeit wurde – und wird immer noch – von zahlreichen Unternehmen dankbar genutzt. Auf einer in wenigen Tagen eingerichteten Website werden darüber hinaus seit Mitte März umfassende Informationspunkte, wichtige Adressen und FAQs (auch in Englisch) dargestellt und fast täglich aktualisiert:
www.frankfurt-business.net

Ein besonderer Service der Wirtschaftsförderung ist die direkte Unterstützung des Liquiditätsprogramms der WIBank. Das Programm HessenMikroliquidität bietet kleinen Unternehmen und Soloselbstständigen Möglichkeiten, um zusätzlichen Liquiditätsbedarf zu decken, der durch die aktuelle Krise entstanden ist. Als Kooperationspartner der WIBank verwaltet ein Team der Wirtschaftsförderung eingehende Anträge und nimmt einen vorbereitenden Plausibilitätscheck für das Mikroliquiditätsprogramm vor. Bislang sind bei der Wirtschaftsförderung Anträge von 58 Unternehmen aus Frankfurt am Main hierfür eingegangen. 57 Anträge mit einem Gesamtvolumen von mehr als 1,7 Mio. Euro wurden bis jetzt als plausibel erklärt und an die WI-Bank weitergereicht. 54 Anträge mit einem Volumen von 1,6 Mio. Euro wurden bereits bewilligt.

Mut machen in Frankfurt am Main rund 20 regionale Initiativen, die das Ziel verfolgen, den lokalen Einzelhandel, die Kunstszene und Gastronomie zu unterstützen. Aufgrund der beeindruckenden Zahl der Initiativen entschied sich die Wirtschaftsförderung Frankfurt eine übergeordnete Plattform aufzubauen, wo alle Angebote übersichtlich und transparent dargestellt werden. Nach Einführung der Maskenpflicht nutzte die Wirtschaftsförderung das Portal auch dafür, Frankfurter Maskenhersteller abzubilden und ihre Adressen der Bevölkerung sowie anfragenden Unternehmen zur Verfügung zu stellen (www.frankfurt-am-start.de).

Nachdem deutlich wurde, dass trotz wieder erlaubter Ladenöffnung die Kauflust bei den Konsumenten noch nicht wieder wie im gewohnten Maße vorhanden ist und der Wohlfühleffekt beim Einkaufen fehlte, entschied die Wirtschaftsförderung, die bereits auf der Website „Frankfurt am Start“ dargestellten Einkaufsplattformen mit einem Finanzzuschuss für ihre Bewerbung zu unterstützen. 

Darüber hinaus wurde seitens der Wirtschaftsförderung Frankfurt eine eigene Kampagne aufgelegt, um das Vertrauen in den Frankfurter Einzelhandel zu fördern und Kunden zu ermuntern, wieder in ihren Lieblingsläden einkaufen zu gehen. Unter dem Motto #EinkaufeninFrankfurt wird nun im Rahmen von umfangreichen Print- und Online-Aktionen im ganzen Stadtgebiet dafür geworben, den lokalen Handel und die vielen gastronomischen Betriebe vor Ort zu besuchen oder die zahlreichen Liefermöglichkeiten in Anspruch zu nehmen.

Viele Selbstständige sind durch Auftragsverluste und Absagen von Veranstaltungen massiv von der Corona-Pandemie betroffen. Einige Selbstständige und auch Unternehmen, z. B. aus der Veranstaltungsbranche, haben nicht nur mit hohen Umsatzeinbußen zu kämpfen, sondern sind in ihrer Existenz massiv bedroht. Viele Selbstständige befürchten, dass die negativen Auswirkungen noch weit bis ins Folgejahr spürbar sein werden, so das Ergebnis einer Umfrage vom Deutschen Kulturrat und des Kompetenzzentrums Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes an 127 Bundesverbände vom 26. April 2020. Die derzeit bestehenden Unterstützungsmaßnahmen und Förderprogramme können die signifikanten Erlösausfälle der Betroffenen nicht kompensieren.

Zuletzt sei als wirkungsvolle Unterstützungsmaßnahme für die Unternehmen im Rahmen der Corona-Pandemie der enge Austausch zur Kommunal- und Landespolitik genannt. So trägt die Wirtschaftsförderung Frankfurt Anliegen der lokal ansässigen Unternehmen in die Kommunalund auch Landespolitik. Hierbei geht es weniger um Einzelanliegen, als um die Herausforderungen und Bedürfnisse ganzer Branchen, die durch die Wirtschaftsförderung an die Politik adressiert werden. Dadurch kann gemeinsam mit politischen Akteuren nach Lösungsmöglichkeiten gesucht werden.

Ein Instrument, was sich für diesen Zweck als besonders wirksam erwiesen hat, ist der sogenannte „Frankfurter Wirtschaftsstab“ (bis Juli „Krisenstab Wirtschaft & Corona“). Bereits im März wurde auf Initiative der Wirtschaftsförderung und des Wirtschaftsdezernenten Markus Frank dieses Gremium einberufen und seitdem fast wöchentlichen organisiert. Der Wirtschaftsstab trägt zu einem engen und regelmäßigen Austausch zwischen städtischen Akteuren, DEHOGA, IHK, HWK, DGB, TCF, FRM, dem Land Hessen, der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und der Wirtschaftsförderung bei.