Mit der Ausbildungsprämie erfolgreich

FedEx Trade Networks in der Cargo City Süd am Flughafen – Spezialist für den weltweiten Frachttransport

Nach zweieinhalb Jahren verkürzter Ausbildung wird Patrick Zöllner
in wenigen Monaten seine IHK-Prüfung als Kaufmann für Spedition
und Logistikdienstleistung ablegen. Sabine Schmidt, die
Ausbildungsleiterin von FedEx Trade Networks in der Cargo City
Süd am Flughafen, ist sich sicher, dass er die Prüfung auf Anhieb
bestehen wird. Die guten Leistungen des 27-Jährigen signalisieren
dies.

Vor Beginn seiner Ausbildung wurde Patrick Zöllner vom Jobcenter Frankfurt
am Main betreut und gehörte zu der Gruppe junger Menschen, deren Einstieg
in das Berufsleben vom Jobcenter mit der Ausbildungsprämie gefördert
wurde. Das geschah im Rahmen der Initiative „Ausbildung jetzt 2016“. Das
damalige Investment hat sich offenkundig nachhaltig ausgezahlt – für den
Ausbildungsbetrieb, der eine tüchtige Nachwuchskraft bekommen hat, für
den jungen Mann, der die berufliche Chance konsequent genutzt hat, und
für das Jobcenter, das einen Kunden aus dem „Leistungsbezug“ herausgebracht
hat – wohl auf Dauer, denn „eine Ausbildung schafft die beste
Grundlage für ein von staatlichen Leistungen unabhängiges Leben“, wie
Christiane Kallus vom Arbeitgeber-Service des Jobcenters bemerkt. Sie war
damals für die Antragsformalitäten zuständig. „Alles lief erstaunlich schnell
und so unkompliziert, wie ich es von einer Behörde eigentlich nicht erwartet
hatte“, erinnert sich Sabine Schmidt.

FedEx Trade Networks ist ein amerikanisches Unternehmen, das seit 2010
am Flughafen Frankfurt aktiv ist und deutsche Niederlassungen auch in
Hamburg und München betreibt. Frankfurt mit gegenwärtig 80 Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern in einem jungen und internationalen Team hat
Head-Quarter-Funktion. Die Ausbildung für den eigenen Bedarf ist ein wichtiges
personalpolitisches Instrument der Fachkräftesicherung. Für das erste
Ausbildungsjahr 2011 lagen noch mehr als einhundert Bewerbungen vor,
erinnert sich die Ausbildungsleiterin. Inzwischen sei es sehr viel schwerer geworden,
sowohl junge Menschen für die Ausbildung zu gewinnen als auch
qualifizierte Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zu finden, berichtet Sabine
Schmidt. Der effektivste Weg, den laufenden Personalbedarf von FedEx
Trade Networks zu decken, ist für Sabine Schmidt der beständige Kontakt
zur Airportagentur der Agentur für Arbeit. Prinzipiell meldet das Unternehmen
alle offenen Stellen und Ausbildungsplätze der Airportagentur zur
Veröffentlichung in der Internet-Jobbörse. Damit haben Bewerber, die vom
Jobcenter betreut werden, die gleichen Chancen wie die der Arbeitsagentur
und andere Interessenten, die das Stellenangebot unter www.arbeitsagentur.
de finden.
Ausbildungsprämie
Michal Karasek (li.), der Chef von FedEx Trade Networks Frankfurt und Manager
Brand Operations, und der angehende Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung
Patrick Zöllner – eingestellt 2016 mit der Ausbildungsprämie des Jobcenters


Ausbildungsprämie
Christiane Kallus vom Arbeitgeber-Service des Jobcenters Frankfurt am Main,
Manager Finance Kunal Purohit und Dipl.-Pol. Sabine Schmidt, Ausbildungsleiterin
und Airfreight Import Supervisor (v. l. n. r.)


Die Anforderungen an die Ausbildungsplatzbewerber, die mindestens 18
Jahre alt sein und den Realabschluss erlangt haben müssen, zielen neben
Mathe und Geographie auf Sprachkenntnisse in Englisch, die in einem amerikanischen
Unternehmen selbstverständlich sind, aber auch im Berufsalltag
gefordert werden. Dementsprechend besuchen die FedEx-Azubis den bilingualen
Berufsschulunterricht in der Julius-Leber-Schule, eine der wenigen
deutschen Einrichtungen, die diese Unterrichtsform anbieten. Die Bewerber
werden im Auswahlverfahren zu einem etwa vierstündigen Assessmentcenter
eingeladen, das in kleiner zwangloser Runde in englischer Sprache geführt
wird und mit einem Eignungstest verbunden ist. Dabei können die jungen
Erwachsenen auch ihre Teamfähigkeit und ihr soziales Verhalten zeigen.

Patrick Zöllner hat seinerzeit nicht an einem Assessmentcenter teilgenommen,
das zum Zeitpunkt seiner Bewerbung bereits stattgefunden hatte. Er
wurde zum individuellen Vorstellungsgespräch eingeladen, weil er gute Bewerbungsunterlagen
vorlegte und im Gespräch durch sein gutes Verhalten
überzeugte. Die Ausbildungsprämie des Jobcenters hat dann den Ausschlag
zu seinen Gunsten gegeben. Sabine Schmidt hat mit älteren Azubis durchaus
positive Erfahrungen gemacht – auch mit Studienabbrechern, wenn ihr Berufswunsch
gefestigt ist. Etwa die Hälfte der FedEx-Azubis beginnen direkt
nach der Schule mit ihrer Ausbildung, die andere Hälfte hat einen Umweg
eingelegt.

FedEx Trade Networks in Frankfurt bietet internationale Luftfracht-Speditionsdienste,
die die wichtigsten globalen Märkte miteinander verbinden –
eingehende und ausgehende Fracht, interkontinental und interregional. Der
Zustellungsbereich umfasst Nordamerika, Lateinamerika, die Asien-Pazifik-
Region, Europa, Afrika und den Nahen Osten. Dabei hat das Unternehmen
Zugriff auf den größten Luftfrachtführer der Welt, FedEx Express