Kein Mangel an Bewerberinnen

Der Beruf der Friseurin zählte bei jungen Frauen nach wie vor zu den beliebtesten Ausbildungsberufen. Janneth Montero hatte für das gerade begonne Ausbildungsjahr die Auswahl unter etlichen Interessentinnen. Sie betreibt seit fast zehn Jahren ihren „Janneth´s Beauty Salon“ in der Schleifergasse im Stadtteil Höchst. Seither bildet sie beruflichen Nachwuchs aus – vier Auszubildende waren es in den vergangenen Jahren. Die fünfte hat jetzt im neuen Ausbildungsjahr bei ihr begonnen und „macht sich sehr gut“, wie ihre Chefin betont.
Madeleine Dahli hat einen Migrationshintergrund. Sie wurde 1994 in Syrien geboren und besuchte in Aleppo das Gymnasium. Das in ihrer Heimat abgelegte Abitur wurde in Deutschland als mittlere Reife anerkannt. Im Jahr 2005 reiste sie in Deutschland ein und bemühte sich um Orientierung und den Erwerb der deutschen Sprache. Inzwischen hat sie nach einem Kurs bei der VHS Hanau das Zertifikat B2 erlangt und kann sich mühelos verständigen. Übrigens nicht nur in Deutsch. Sie beherrscht auch Englisch, Arabisch und Kurdisch sind ihre Muttersprachen und in Türkisch hat sie sehr gute Konversationskenntnisse.
Auch ihre Chefin hat einen Migrationshintergrund, wenngleich ganz anderer Art, denn sie stammt aus Ecuador. In ihrem Heimatland hat sie bereits im Jahr 1995 ihren Meistertitel im Friseurhandwerk erlangt. Weil ihr Abschluss in Deutschland nicht anerkannt wurde, hat sie die Prüfung in Frankfurt 2013 kurzerhand noch einmal abgelegt.
Den Ausbildungsplatz hat Janneth Montero über die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit ausgeschrieben und ist auf diesem Weg mit Bewerberinnen in Kontakt gekommen. Madeleine Dahli wurde bei ihrer Stellensuche von der GPE im Vermittlungscoaching unterstützt, das im Auftrag des Jobcenters Frankfurt durchgeführt wird. Mit diesem Angebot ist es dem Jobcenter in den vergangenen Jahren gelungen, viele Menschen in Arbeit oder Ausbildung zu bringen.
frisuer