Der erste Eindruck zählt – Bewerbervideos bei der Stellenbesetzung

Positive Erfahrungen im Bildungszentrum Bauer

Thomas Höllriegl (53), Operativer Leiter im Bildungszentrum Bauer, hat sich durch positive neue Erfahrungen überzeugen lassen. Denn ursprünglich war er kein Freund des neuen Mediums einer Bewerberpräsentation auf Video. Jetzt hat Klaus Pörings vom Arbeitgeber-Service des Jobcenters Frankfurt am Main professionell erstellte Bewerbervideos im Einstellungs- und Auswahlverfahren erfolgreich genutzt. Thomas Höllriegl hat sich sechs Videos angesehen und zwei neue Mitarbeiter gefunden. Die beiden neuen Kräfte waren zuvor arbeitslos und wurden vom Jobcenter Frankfurt am Main betreut.

Für das Jobcenter ist das Bildungszentrum Bauer ein wichtiger Partner bei der Durchführung von Maßnahmen, an denen jährlich mehrere tausend Jobcenterkundinnen und -kunden teilnehmen. Die Schwerpunkte liegen bei ganzheitlichen Integrationsmaßnahmen und bei der beruflichen Weiterbildung, die überwiegend in den zum Bildungszentrum Bauer gehörenden Hartnack Schulen durchgeführt werden. Das 1996 von dem Dipl.-Soziologen Werner Bauer gegründete Unternehmen der Erwachsenenbildung zählt zu den großen und wichtigen Anbietern in der Rhein-Main-Region. Es ist gegenwärtig in Frankfurt, Offenbach, Darmstadt, Eschborn, Dieburg, Friedberg und Büdingen aktiv und betreibt an diesen Standorten teilweise mehrere Schulungsstätten. Insgesamt beschäftigt das Bildungszentrum Bauer derzeit rund 80 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Teilzeit oder Vollzeit und weitere einhundert Honorarkräfte.

„In unserem Unternehmen geht es um Menschen“, betont der Geschäftsführende Gesellschafter Werner Bauer. „Deshalb sind über die rein fachlichen Qualifikationen hinaus die persönlichen Eigenschaften unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enorm wichtig. Das Fachliche können wir sehr vielleichter als die Soft Skills vermitteln.“ Die Bewerbervideos haben es Thomas Höllriegl erleichtert, einen ersten visuellen und authentischen Eindruck der Bewerber und ihres Auftretens zu gewinnen. Sein Fazit: „Die Bewerbungsunterlagen und die Vorstellungsgespräche wurden durch die Videos selbstverständlich nicht ersetzt, aber die Vorauswahl wurde vereinfacht.“

Das Medium Video ist ein Element im Beratungsprozess bei der Stellenbesetzung: Mit seinen Stellenangeboten wandte sich Thomas Höllriegl an den Arbeitgeber-Service des Jobcenters. Klaus Pörings trat in Kontakt mit ihm und kam in das Unternehmen an der Sontraer Straße. Ein entscheidender Faktor: Eine Anzahl geeigneter Bewerber hatte er vorher bereits ausgewählt und konnte sie im Video vorstellen. Gleichzeitig informierte Klaus Pörings den Arbeitgeber über bestehende Fördermöglichkeiten und konnte damit die Grundlage für eine Einstellungszusage schaffen. In einem Fall war es ein Eingliederungszuschuss in Höhe von 50 Prozent für zwölf Monate bei einem zunächst auf zwei befristeten Arbeitsvertrag. Die sv-pflichtig angestellte neue Kraft konnte so eine zweijährige Arbeitslosigkeit beenden. Im anderen Fall ging es um eine Langzeitarbeitslosigkeit von weit mehr als zwei Jahren. Hier lagen die Fördervoraussetzungen von § 16e SGB II nach dem Teilhabechancengesetz vor: 75 Prozent Lohnkostenzuschuss im ersten und 50 Prozent im zweiten Beschäftigungsjahr zuzüglich der pauschalierten Sozialversicherungsbeiträge.

Gemeinsam mit Klaus Pörings kümmert sich Reinhard Buss (li.) im Jobcenter Frankfurt um die Videopräsentation von Bewerbern. Das neue Medium führt er dem Geschäftsführenden Gesellschaft Werner Bauer (Mi.) und dem Operativen Leiter Thomas Höllriegl (re.) vor.


Zwei neue Stellen im Verwaltungsbereich konnten auf diese Weise geschaffen und auf direktem Weg besetzt werden. „Es handelt sich um zusätzliche Stellen im Controlling und im Telefonservice, die wir nicht unbedingt hätten einrichten müssen, die unser Leistungsspektrum aber ergänzen und ausbauen“, erklärt Thomas Höllriegl. Von der unkomplizierten und effektiven Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber-Service zeigt er sich beeindruckt. Inzwischen überlegt er sogar, ob Bewerbervideos nicht auch ein geeignetes Instrument für die Teilnehmer in den vermittlungsorientierten Maßnahmen des Bildungszentrums Bauer sein könnten.