ERFAHRUNGEN AUS DER WIRTSCHAFT

Corona und der Beschäftigungsmotor Flughafen

Michael Müller, Arbeitsdirektor der Fraport AG
Michael Müller, Arbeitsdirektor der Fraport AG


Die aktuelle Situation hat dramatische Folgen für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland und rund um den Globus. Unsere Branche – der Luftverkehr – ist von den Auswirkungen besonders stark betroffen.

Der Verkehr am Flughafen Frankfurt kommt derzeit fast komplett zum Erliegen. Das wirkt sich natürlich auch drastisch auf uns als Arbeitgeber aus. Wir haben bereits eine Vielzahl an Maßnahmen umgesetzt. Bereits seit Ende Februar finden bis auf Weiteres nur noch sehr wenige Neueinstellungen für betriebsnotwendige Funktionen bei der Fraport AG statt. Unausweichlich und sinnvoll war auch die Entscheidung, Kurzarbeit anzumelden. Konzernweit sind mindestens 18.000 unserer rund 22.000 Beschäftigten hiervon betroffen. Der jeweilige Umfang hängt vom individuellen Tätigkeitsfeld der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ab. Unser erklärtes Ziel ist, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Leider kann niemand verlässlich vorhersagen, wie lange diese herausfordernde Zeit noch anhält. Wir sind jedoch sicher, dass wir die Krise erfolgreich meistern und dann auch wieder unseren Beitrag als Jobmotor in der Region leisten werden.