10.000 Euro Ausbildungsprämie für kleine und mittelständische Betriebe

„Ausbildung jetzt“ – ein Sonderprogramm des Jobcenters für junge Menschen aus Frankfurt

Das Jobcenter Frankfurt am Main fördert auch im Jahr 2020 wieder Ausbildungsbetriebe, die einem Jugendlichen aus dem Betreuungsbereich des Jobcenter einen Ausbildungsplatz geben. Die Förderleistung wurde wegen der Corona-Pandemie ab Mai 2020 auf 10.000 Euro erhöht! Arbeitgeber können die Ausbildungsprämie beim Jobcenter im Rahmen der Initiative „Ausbildung jetzt“ beantragen, wenn sie eine Auszubildende oder einen Auszubildenden sozialversicherungspflichtig einstellen. Bei der pauschalierten Arbeitgeberförderung handelt es sich um einen Einmalbetrag. Das Sonderprogramm richtet sich insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen, um ihre Bereitschaft zu stärken, Jugendliche und junge Erwachsene, die Arbeitslosengeld II beziehen, auszubilden.

„Ausbildung jetzt“ war schon in den vergangenen Jahren eine erfolgreiche Aktion, mit der es dem Jobcenter Frankfurt am Main gelungen ist, junge Menschen dauerhaft von Unterstützungsleistungen unabhängig zu machen und die Voraussetzungen dafür durch eine Berufsausbildung zu schaffen. Das Antrags- und Bewilligungsverfahren ist einfach und unkompliziert. Es müssen jedoch die folgenden Voraussetzungen erfüllt und einige Regeln beachtet werden:


  • Gefördert wird eine betriebliche Ausbildung oder eine betriebliche Umschulung.
  • Die Förderung wird einmalig gewährt und kann nicht verlängert oder erhöht werden.
  • Die Auszahlung erfolgt in einer Summe, wenn die Anmeldung zur Sozialversicherung und der Ausbildung- bzw. Umschulungsvertrag vorliegt, frühestens jedoch nach Ablauf der ersten sechs Wochen.
  • Der Förderbetrag wird anteilig und tagesgenau vom Jobcenter zurückgefordert, wenn das Ausbildungs- oder Umschulungsverhältnis innerhalb von vier Monaten seit Vertragsbeginn aus Gründen, die nicht in der geförderten Person liegen, aufgelöst wird.
  • Die Antragsfrist endet am 30. November 2020.
  • Die Bewilligung richtet sich nach der Reihenfolge des Eingangs der Anträge unter Maßgabe der verfügbaren Mittel.
Das ist zu beachten:

  • Der Antrag muss vor Beginn der Ausbildung bzw. Umschulung beim Jobcenter Frankfurt am Main gestellt werden. Wurde das Ausbildungsverhältnis bereits vor der Antragstellung beidseitig unterzeichnet, müssen die Arbeitgeberin oder der Arbeitgeber dem Jobcenter begründet darlegen, warum die Prämiengewährung für die Nachhaltigkeit und Stabilisierung des Ausbildungsverhältnisses erforderlich ist.
  • Die Bewerberinnen und Bewerber müssen vom Jobcenter Frankfurt am Main Leistungen beziehen und ihren Wohnsitz im Stadtgebiet Frankfurt am Main haben.
  • Es handelt sich um eine Ermessensleistung, die für die Einstellung von jungen Erwachsenen gewährt wird, deren berufliche Eingliederung aufgrund von Vermittlungshemmnissen erschwert ist (§ 16 f SGB II).
  • Bestehende Ausbildungsförderungen im Landesförderprogramm Hessen über das Regierungspräsidium in Kassel sind von der Förderung ausgenommen.
  • Die Förderung ist ausgeschlossen, wenn der/die Ausbildende und der/die Auszubildende Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft, miteinander verheiratet, ersten Grades verwandt oder verschwägert sind.
  • Die oder der Auszubildende darf nicht innerhalb der letzten zwei Jahre vor Beginn des Ausbildungsverhältnisses mindestens drei Monate sozialversicherungspflichtig im selben Unternehmen beschäftigt gewesen sein.
  • Die Vergütung muss tarifgebunden bzw. ortsüblich sein.

Wie gehen Sie als Arbeitgeberin oder Arbeitgeber vor?

Wenn Sie sich an der Initiative „Ausbildung jetzt“ beteiligen und einem Frankfurter Arbeitslosengeld-II-Beziehenden die Möglichkeit einer Ausbildung oder betrieblichen Umschulung geben möchten, dann gehen Sie wie folgt vor:


  • Wenden Sie sich telefonisch oder schriftlich an den Arbeitgeber-Service des Jobcenters Frankfurt am Main.
  • Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner im Arbeitgeber-Service beraten Sie über die konkreten Fördermöglichkeiten.
  • Wir nehmen Ihre Anforderungen und das Stellenprofil auf, schlagen Ihnen mögliche Bewerberinnen und Bewerber
  • vor und regeln das Antragsverfahren.
  • Geförderte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber senden die Nachweise zur monatlichen Vergütungszahlung nach Ablauf von vier Monaten unaufgefordert an das Jobcenter Frankfurt am Main.
  • Während des Förderzeitraumes sind dem Jobcenter Frankfurt am Main alle Änderungen des Aus- und Umschulungsverhältnisses durch die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber unverzüglich anzuzeigen.


Jobcenter Frankfurt am Main

Arbeitgeber-Service
Emil-von-Behring-Straße 10
60439 Frankfurt am Main
Fax 069 / 597 68 416
E-Mail Jobcenter-Frankfurt-am-Main.AGS@jobcenter-ge.de

 

Direkte Ansprechpartner für Arbeitgeber im Jugendjobcenter:

Christian Aakipogu, Tel. 069 / 597 69 218
Aksiniya Wolf, Tel. 069 / 597 69 254
Jobcenter-Frankfurt-am-Main-AGS-JJC@jobcenter-ge.de