Direkte Ansprechpartner für Arbeitgeber im Jobcenter Frankfurt

Frankfurter Bürgerinnen und Bürger, die vom Jobcenter betreut werden, sollen die bestmöglichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhalten. Der Auftrag zur Vermittlung in den Arbeitsmarkt steht gleichrangig neben dem sozialen Auftrag der Existenzsicherung.

Die „Grundsicherung“ hatte in den vergangenen Monaten durch die Herausforderungen der Corona-Pandemie für das Jobcenter die oberste Priorität und wird weiter im Fokus bleiben. Die Vermittlungsarbeit wurde unter den veränderten Bedingungen dennoch nicht zurückgefahren, sondern auf die „neue Normalität“ hin ausgerichtet. „Es war uns wichtig, die seit der Gründung des Jobcenters Frankfurt am Main geschaffenen Strukturen zu erhalten und erfolgreich fortzuführen“, betont Jörg Röpke, der seit Mai 2020 die Funktion eines Bereichsleiters wahrnimmt. In seinen Verantwortungsbereich fällt auch der Arbeitgeberservice des Jobcenters, der die Schnittstelle zu den Betrieben darstellt und sich darum kümmert, dass Bewerber und Bewerberinnen passgenau vermittelt werden.

Der AGS des Jobcenters wurde jetzt personell verstärkt: Ahmad Shah Mirzada übernimmt die Leitung des Teams, das um vier neue Mitarbeiterinnen erweitert wurde, die im „bewerberorientierten Arbeitgeberservice“ arbeiten. Die vor einigen Monaten geschaffene Neustruktur des AGS hat zwei Säulen: den „arbeitgeberorientierten Arbeitgeberservice“ und den „bewerberorientierten Arbeitgeberservice“. Sie sind komplementär auf einander bezogen und betreuen jeweils Branchen, die vier Clustern zugeordnet sind: Kaufmännischer Bereich, HoGa, Lager und Wohlfahrt. Diese Organisationform bildet zwei Vermittlungsansätze ab, den „arbeitgeberorientierten“ mit der Zielrichtung, den passenden Bewerber für ein Arbeitgeberangebot zu finden, und den „bewerberorientierten“ mit der Zielrichtung, für einen arbeitslosen Jobcenterkunden einen geeigneten Arbeitsplatz zu finden. Beide Ansätze sollen im Ergebnis eine möglichst passgenaue und nachhaltige Vermittlung erreichen und auch Arbeitslosen aus benachteiligten Gruppen die bestmöglichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt verschaffen.

Im AGS des Jobcenters Frankfurt sind erfahrene Vermittlungsfachkräfte tätig. Die Aufteilung der Zuständigkeitsbereiche nach Branchen und Wirtschaftszweigen bzw. Berufsgruppen zielt darauf, den speziellen Belangen der Unternehmen effektiv und zielgerichtet gerecht zu werden. Beide Bereiche tauschen sich eng miteinander aus und können so Angebot und Nachfrage effektiv und passgenau miteinander verbinden.

Einer der Aufgabenschwerpunkte liegt bei der Ermittlung von Förderleistungen, z. B. nach dem Teilhabechancengesetz (dazu mehr auf Seite 15 dieser Ausgabe) oder im Rahmen von Eingliederungszuschüssen (EGZ). Die Ausbildungsvermittlung ist kundennah direkt im Jugendjobcenter angesiedelt.

Das Jobcenter Frankfurt unterstützt Arbeitgeber bei der Besetzung von Arbeitsplätzen und Ausbildungsstellen durch

  • eine gezielte Vorauswahl der Bewerber/-innen nach Eignung, Kompetenzen, Erfahrungen, Einsatzmöglichkeiten und Motivation,
  • Jobbörsen, Bewerbertage und Informationsveranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Unternehmen,
  • aktive Vermittlungsvorschläge aus dem SGB-II-Kundenkreis des Jobcenters,
  • vertiefte Kompetenzfeststellung und Diagnostik zur Eignungsprüfung,
  • Weiterbetreuung der Kundinnen und Kunden auch nach der Arbeitsaufnahme,
  • Ausrichtung der Bildungszielplanung und Qualifizierung von Arbeitslosen am Bedarf des Arbeitsmarktes und der Betriebe,
  • finanzielle Zuschüsse bei der Einstellung von Arbeitslosen und Ausbildungssuchenden,
  • Aktivierung der stillen Fachkräftereserve, insbesondere der Berufsrückkehrer, Migranten und Alleinerziehenden,
  • Erhöhung der Erwerbstätigkeit von Gering- und Teilzeit-Beschäftigten,
  • Förderung der Existenzgründung und Selbstständigkeit,
  • finanzielle Zuschüsse zum Verbleib von älteren und ungelernten Beschäftigten in Unternehmen.
Nicht alle Serviceangebote können unter Coronabedingungen erbracht werden. Z. B. finden Bewerbertage und Jobbörsen gegenwärtig nicht statt. Dafür wird die digitale und telefonische Kommunikation verstärkt, um die Anforderungen der Betriebe in vollem Umfang zu erfüllen.